bildungsoffensive2006
http://20six.de/bildungsoffensive2006
powered by 20six.de
|
|
Notebook-Lernen für chronisch kranke Schüler
Was geschieht, wenn Schüler(innen) auf Grund einer schwerwiegenden Krankheit tage- oder gar wochenweise vorhersehbar dem Unterricht fernbleiben müssen? Ein E-learning-Profi und ein Soft- und Hardwarespezialist zeigen im Pilotprojekt HELP2LEARN, dass Lernen über das Internet nicht nur über Lernprogramme und virtuelle Klassenzimmer möglich ist. Sie entwickelten gemeinsam eine Lösung für die live-Videoübertragung vom Klassenzimmer aus für kranke und behinderte Schüler.
Jürgen Schlieszeit (43), Pädagoge und Medienpädagoge ist seit 3 Jahren an der Grund- und Teilhauptschule Ziemetshausen (Landkreis Günzburg) als Lehrer tätig und ist derzeit Klassenleiter einer 4. Klasse. Die letzten 18 Jahre arbeitete er in verschiedenen Firmen als Geschäftsführer und Berater im Bereich Neue Lernmedien (elearning) und schrieb zahlreiche Artikel und Bücher zu diesem Thema. Sein letztes Projekt www.net4school.de bietet eine Intranetlösung für Schulen beliebiger Art.
Sein neuestes Vorhaben HELP2LEARN, zusammen mit dem IT-Spezialisten Christian Leger, beschäftigt sich mit dem Thema live-e-learning für kranke und behinderte Schüler vom Klassenzimmer nach Hause. Dominik, ein Schüler der 4. Klasse von Jürgen Schlieszeit, leidet unter einer genetisch bedingten Hautkrankheit schwerster Art, der sogenannten Epidermolysis Bullosa in der dystophen Form (also die schlimmste Ausprägung). Das ist eine Krankheit, bei der die Haut an allen Stellen Blasen bildet, aufplatzt, blutet und der Schüler mehrmals täglich verbunden werden muss. Aber auch innerlich entstehen Wunden im Magen, der Speiseröhre etc.. Oftmals ist es dem Schüler tage- und wochenlang aufgrund von Schwäche nicht möglich, in die Schule zu kommen.
Die Idee war es, den Schüler mit Hilfe von e-learning live aus dem Klassenzimmer Zuhause zu unterrichten. In nur 8 Wochen hat Jürgen Schlieszeit aufgrund seiner früheren Kontakte zur Wirtschaft und Industrie, eine Vielzahl von Sponsoren aus unterschiedlichsten Bereichen für Hard- und Software gefunden, und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, die dieses live-e-learning Projekt unterstützen. Anfang September soll das Vorhaben starten.
Mit Hilfe einer digitalen Tafel, eines Beamers, Funkmikros, drei Notebooks, zwei Fax-Druckern, drei im Klassenzimmer installierten Webcams, zwei digitalen Tableaus und einer DSL-Leitung beim Schüler und aus dem Klassenzimmer heraus, soll der Schüler live den Unterricht verfolgen und sich auch unmittelbar einbringen können. Dominik sieht dabei via Video Lehrer und Schüler, bekommt das Tafelbild auf das heimischen Notebook eingeblendet und ist sogar in der Lage, selbst auf der digitalen Tafel im Klassenzimmer von Zuhause aus zu agieren. Er kann sich per Video im Klassenzimmer einblenden, von Schülern und Lehrer angesprochen werden und bekommt die Arbeitsmaterialien direkt gefaxt.
Der Schüler freut sich jetzt schon mit Hilfe dieser technischen Lösung endlich regelmäßig beim Unterricht dabei sein zu können. Das Vorhaben ist zunächst für ein Jahr angelegt. Sobald dieses Pilotprojekt richtig läuft, könnte sich Jürgen Schlieszeit vorstellen, dass auch andere Schüler, denen es nicht möglich ist, für längere Zeit am Unterricht teilzunehmen, via live e-learning zentral aus seinem oder einem anderen Klassenzimmer aus unterrichtet werden könnten – und dies unabhängig vom Bundesland und Lehrplan.
Mit diesem Projekt möchte der Pädagoge andere Lehrer dazu bewegen, mit Hilfe der neuen Medien innovative pädagogische Wege zu gehen und gleichzeitig die Chance wahrzunehmen, behinderte und kranke Schüler an deren Unterricht live über das Internet teilnehmen zu lassen.
Weitere Informationen:
Computer-Pädagogik
Jürgen Schlieszeit
An der Ziegelei 8
86441 Zusmarshausen
Telefon: 08291 / 85 92 25
Telefax: 08291 / 85 92 26
EMail: press@help2learn.de
|
|
|
bisher 6 Kommentar(e)
TrackBack-URL
nike free 5.0 damen
/ Website
(11.6.11 02:54)
viel mein guter Freund. Ich kann einfach hier direkt. Anyway, meine Sprache, gibt es normalerweise eine Menge Leute fühlen, dass dies nicht eine gute Versorgung.
|
|