Im amerikanischen Philadelphia hat Microsoft gemeinsam mit den örtlichen Behörden die erste "School of the Future" eröffnet. Auf 14.458 Quadratmeter Grundfläche sollen die zunächst 170 Schüler, auch "Learners" genannt, von Beginn an an das Arbeitsleben und dessen Rhythmus gewöhnt werden: Der Unterricht beginnt um 9.15 Uhr und endet um 4.19 Uhr. Die ersten Schüler stammen aus vorwiegend armen Familien und wurden in einem Losverfahren ermittelt.
Ihre Anwesenheit registrieren sie über SmartCards, die auch gleichzeitig als Spind-Schlüssel dienen und die tägliche Kalorienzufuhr aufzeichnen. Statt Büchern gibt es Notebooks, der gesamte Campus ist mit drahtlosem Internet via WLAN ausgerüstet. Auf den mobilen Rechnern überprüft eine Software, wie schnell die Kinder den Lehrstoff bewältigen. Je nach Fähigkeit bekommen sie dann mehr Stoff zugemutet oder eine entsprechende Hilfestellung.
Die Lehrer, die hier "Educators" heißen, schreiben nicht auf gewöhnlichen Tafeln. Sondern auf interaktiven Smart Boards, auf denen sie schreiben, rein- und rauszoomen und auch direkt ins Internet gehen können. Statt einer Bibliothek gibt es ein "Interactive Learning Center", wo alle Information digital vorhanden sind und "Multimedia-Spezialisten" den Schülern helfen.
Microsoft legt Wert darauf, dass das Konzept der Zukunftsschule neben der High-Tech-Ausstattung auch neue Lernmethoden beinhaltet, die anhand von Microsoft-Management-Techniken entwickelt worden sind. So würden die Schüler nicht nur den offiziellen Lehrplan pauken, sondern auch Organisationstechniken, Verhandlungsführung und Konfliktbewältigung erlernen. Anstatt ihre Lehrer nur im Klassenraum zu sehen, hätten alle Schüler auch regelmäßig persönliche Termine mit den "Educators".
In diesem Videoclip von der Eröffnungsveranstaltung erläutert Craig Mundie, Entwicklungs- und Strategie-Chef von Microsoft, wie sich der Softwarekonzern sein weiteres Engagement im Bildungssektor vorstellt und welche Rolle die "Schule der Zukunft" in Philadelphia dabei spielt.