bildungsoffensive2006
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Diskussion
Microsoft: Schule der Zukunft eröffnet
Im amerikanischen Philadelphia hat Microsoft gemeinsam mit den örtlichen Behörden die erste "School of the Future" eröffnet. Auf 14.458 Quadratmeter Grundfläche sollen die zunächst 170 Schüler, auch "Learners" genannt, von Beginn an an das Arbeitsleben und dessen Rhythmus gewöhnt werden: Der Unterricht beginnt um 9.15 Uhr und endet um 4.19 Uhr. Die ersten Schüler stammen aus vorwiegend armen Familien und wurden in einem Losverfahren ermittelt.
Ihre Anwesenheit registrieren sie über SmartCards, die auch gleichzeitig als Spind-Schlüssel dienen und die tägliche Kalorienzufuhr aufzeichnen. Statt Büchern gibt es Notebooks, der gesamte Campus ist mit drahtlosem Internet via WLAN ausgerüstet. Auf den mobilen Rechnern überprüft eine Software, wie schnell die Kinder den Lehrstoff bewältigen. Je nach Fähigkeit bekommen sie dann mehr Stoff zugemutet oder eine entsprechende Hilfestellung.
Die Lehrer, die hier "Educators" heißen, schreiben nicht auf gewöhnlichen Tafeln. Sondern auf interaktiven Smart Boards, auf denen sie schreiben, rein- und rauszoomen und auch direkt ins Internet gehen können. Statt einer Bibliothek gibt es ein "Interactive Learning Center", wo alle Information digital vorhanden sind und "Multimedia-Spezialisten" den Schülern helfen. Microsoft legt Wert darauf, dass das Konzept der Zukunftsschule neben der High-Tech-Ausstattung auch neue Lernmethoden beinhaltet, die anhand von Microsoft-Management-Techniken entwickelt worden sind. So würden die Schüler nicht nur den offiziellen Lehrplan pauken, sondern auch Organisationstechniken, Verhandlungsführung und Konfliktbewältigung erlernen. Anstatt ihre Lehrer nur im Klassenraum zu sehen, hätten alle Schüler auch regelmäßig persönliche Termine mit den "Educators". In diesem Videoclip von der Eröffnungsveranstaltung erläutert Craig Mundie, Entwicklungs- und Strategie-Chef von Microsoft, wie sich der Softwarekonzern sein weiteres Engagement im Bildungssektor vorstellt und welche Rolle die "Schule der Zukunft" in Philadelphia dabei spielt.
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Notebook-Lernen für chronisch kranke Schüler
Was geschieht, wenn Schüler(innen) auf Grund einer schwerwiegenden Krankheit tage- oder gar wochenweise vorhersehbar dem Unterricht fernbleiben müssen? Ein E-learning-Profi und ein Soft- und Hardwarespezialist zeigen im Pilotprojekt HELP2LEARN, dass Lernen über das Internet nicht nur über Lernprogramme und virtuelle Klassenzimmer möglich ist. Sie entwickelten gemeinsam eine Lösung für die live-Videoübertragung vom Klassenzimmer aus für kranke und behinderte Schüler.
Jürgen Schlieszeit (43), Pädagoge und Medienpädagoge ist seit 3 Jahren an der Grund- und Teilhauptschule Ziemetshausen (Landkreis Günzburg) als Lehrer tätig und ist derzeit Klassenleiter einer 4. Klasse. Die letzten 18 Jahre arbeitete er in verschiedenen Firmen als Geschäftsführer und Berater im Bereich Neue Lernmedien (elearning) und schrieb zahlreiche Artikel und Bücher zu diesem Thema. Sein letztes Projekt www.net4school.de bietet eine Intranetlösung für Schulen beliebiger Art.
Sein neuestes Vorhaben HELP2LEARN, zusammen mit dem IT-Spezialisten Christian Leger, beschäftigt sich mit dem Thema live-e-learning für kranke und behinderte Schüler vom Klassenzimmer nach Hause. Dominik, ein Schüler der 4. Klasse von Jürgen Schlieszeit, leidet unter einer genetisch bedingten Hautkrankheit schwerster Art, der sogenannten Epidermolysis Bullosa in der dystophen Form (also die schlimmste Ausprägung). Das ist eine Krankheit, bei der die Haut an allen Stellen Blasen bildet, aufplatzt, blutet und der Schüler mehrmals täglich verbunden werden muss. Aber auch innerlich entstehen Wunden im Magen, der Speiseröhre etc.. Oftmals ist es dem Schüler tage- und wochenlang aufgrund von Schwäche nicht möglich, in die Schule zu kommen.
Die Idee war es, den Schüler mit Hilfe von e-learning live aus dem Klassenzimmer Zuhause zu unterrichten. In nur 8 Wochen hat Jürgen Schlieszeit aufgrund seiner früheren Kontakte zur Wirtschaft und Industrie, eine Vielzahl von Sponsoren aus unterschiedlichsten Bereichen für Hard- und Software gefunden, und finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt bekommen, die dieses live-e-learning Projekt unterstützen. Anfang September soll das Vorhaben starten.
Mit Hilfe einer digitalen Tafel, eines Beamers, Funkmikros, drei Notebooks, zwei Fax-Druckern, drei im Klassenzimmer installierten Webcams, zwei digitalen Tableaus und einer DSL-Leitung beim Schüler und aus dem Klassenzimmer heraus, soll der Schüler live den Unterricht verfolgen und sich auch unmittelbar einbringen können. Dominik sieht dabei via Video Lehrer und Schüler, bekommt das Tafelbild auf das heimischen Notebook eingeblendet und ist sogar in der Lage, selbst auf der digitalen Tafel im Klassenzimmer von Zuhause aus zu agieren. Er kann sich per Video im Klassenzimmer einblenden, von Schülern und Lehrer angesprochen werden und bekommt die Arbeitsmaterialien direkt gefaxt.
Der Schüler freut sich jetzt schon mit Hilfe dieser technischen Lösung endlich regelmäßig beim Unterricht dabei sein zu können. Das Vorhaben ist zunächst für ein Jahr angelegt. Sobald dieses Pilotprojekt richtig läuft, könnte sich Jürgen Schlieszeit vorstellen, dass auch andere Schüler, denen es nicht möglich ist, für längere Zeit am Unterricht teilzunehmen, via live e-learning zentral aus seinem oder einem anderen Klassenzimmer aus unterrichtet werden könnten – und dies unabhängig vom Bundesland und Lehrplan.
Mit diesem Projekt möchte der Pädagoge andere Lehrer dazu bewegen, mit Hilfe der neuen Medien innovative pädagogische Wege zu gehen und gleichzeitig die Chance wahrzunehmen, behinderte und kranke Schüler an deren Unterricht live über das Internet teilnehmen zu lassen.
Weitere Informationen:
Computer-Pädagogik
Jürgen Schlieszeit
An der Ziegelei 8
86441 Zusmarshausen
Telefon: 08291 / 85 92 25
Telefax: 08291 / 85 92 26
EMail: press@help2learn.de
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Wieviel Computer verträgt ein Kind?
Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin von ELTERN und ELTERN family beschäftigt sich in einem Interview auf Eltern.de mit der Frage: Wieviel Computer verträgt ein Kind?
Ihrer Meinung nach sollte Kindern schon früh die Möglichkeit zur Computernutzung geboten werden. Für den Einsatz spricht nach Meinung von Marie-Luise Lewicki vor allem die aktivere Nutzung des Mediums und die Unterstützung des persönlichen Lerntempos, was - etwa im Vergleich zum passiven TV-Konsum - einen wesentlichen Vorteil darstellt.
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E-Learning 2.0
Richard McManus beschäftigt sich heute in seinem Read/Write Web mit dem eLearning 2.0. In dem sehr interessanten zweiteiligen Beitrag geht es um den Einsatz von Weblogs, PodCasts, Wikis usw. im Bildungswesen. Mit jeder Menge interessanter Links. Lesen lohnt sich.
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Studie: Notebook-Klassen bringen was
Schüler lernen in Notebook-Klassen selbstständiger, der Unterricht macht gerade Jüngeren mehr Spaß und motiviert sie zum Lernen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine wissenschaftliche Untersuchung der Medienpädagogin und E-Learning-Expertin Prof. Gabi Reinmann von der Universität Augsburg. Lehrer in Notebook-Klassen nutzen stärker offene Unterrichtsformen und schlüpfen in eine neue Rolle, nämlich in die eines Beraters. Und: Schüler in Notebook-Klassen üben sich mehr in Problemlösefähigkeit, in sozialer Kompetenz wie beispielsweise Teamfähigkeit sowie in Medienkompetenz, so das Ergebnis.
Ein Jahr lang haben die Wissenschaftler die Arbeit in drei Klassen im Mittlere-Reife-Zug der Hauptschule Geretsried unter die Lupe genommen. "Die Hauptschule bietet für die Einrichtung von Notebook-Klassen besonders gute Voraussetzungen. Der Einsatz des Computers ist in vielen Unterrichtsfächern schon sehr lange im Lehrplan verankert, ebenso wie fächerübergreifender und projektorientierter Unterricht", sagt Susanne Fiedler, Klassenleiterin einer Notebook-Klasse an der Hauptschule Geretsried. Vor vier Jahren hat sie die Notebook-Klassen an der Hauptschule eingeführt.
In Bayern gibt es insgesamt 50 Notebook-Klassen, davon 40 im Rahmen des Projektes "i lern" der Stiftung Bildungspakt Bayern. "Wir wollten wissen, in welchen Bereichen es sinnvoll ist, Notebooks im Unterricht einzusetzen", betont Regina Pötke, Geschäftsführerin der Stiftung Bildungspakt Bayern. Und es habe sich gezeigt: Durch die Arbeit mit den Notebooks können die Schüler Informationen besser recherchieren, diese klarer strukturieren und präsentieren.
Notebook-Einsatz führt aber nicht automatisch zu besseren Noten. "Erfreulich ist, dass die fachlichen Leistungen konstant bleiben und gleichzeitig andere Fertigkeiten wie Problemlösen und Informationsmanagement verbessert werden", erklärt Reinmann. Auch hat sich im Rahmen der einjährigen Einzelfallstudie gezeigt, dass der Vorwurf, Schüler von Notebook-Klassen würden die Geräte nachmittags ausschließlich für Computer-Spiele gebrauchen, falsch ist. Vielmehr setzen sie den Rechner stärker für Hausaufgaben ein als die Vergleichsklasse. "Die Lehrkräfte brauchen aber praktikable Konzepte und Materialien für den Laptop-Unterricht. Davon gibt es leider noch zu wenig", so Reinmann.
Im Rahmen des Projekts "i lern" besitzt jeder Schüler einer Klasse ein eigenes Notebook, das er überall nutzen kann. Für "soziale Härtefälle" wurde bei der Stiftung eigens ein Fonds eingerichtet, der 55 Prozent der Anschaffungssumme übernimmt.
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Mehr als ein Drittel der EU-Bevölkerung ohne Computerkenntnisse
Im Jahr 2005 hatten 37 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in der EU keine Computer-Grundkenntnisse. Dieser Prozentsatz lag bei Frauen mit 39 Prozent etwas höher als bei Männern (34 Prozent). Bei den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wies die Erhebung ferner erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern auf. Große Unterschiede gab es auch zwischen den Altersgruppen und den verschiedenen Bildungsniveaus. Diese Angaben wurden von Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen Union, heute in Luxemburg veröffentlicht.
Von den Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, hatte mehr als die Hälfte der Befragten in Griechenland (65 Prozent), Italien (59 Prozent), Ungarn (57 Prozent), Zypern und Portugal (jeweils 54 Prozent) und Litauen (53 Prozent) keine Computer-Grundkenntnisse. In Dänemark (10 Prozent), Schweden (11 Prozent), Luxemburg (20 Prozent), Deutschland (21 Prozent) und in Großbritannien (25 Prozent) hingegen hatte nur weniger als ein Viertel der Bevölkerung keine E-Kompetenz. Bei den älteren Menschen war der Anteil höher. In der EU besaßen durchschnittlich 65 Prozent der 55- bis 74-Jährigen keine Computerkenntnisse. Dieser Prozentsatz reichte von 27 Prozent in Dänemark und Schweden bis zu 93 Prozent in Griechenland.
In der Altersgruppe der 25- bis 54-Jährigen hatten in der Union 29 Prozent keine Computer-Grundkenntnisse, während 17 Prozent geringe Kompetenz aufwiesen (verglichen mit 15 Prozent der Gesamtbevölkerung), 29 Prozent hatten mittlere Wissen (verglichen mit 26 Prozent) und 25 Prozent sehr gute Kenntnisse (verglichen mit 22 Prozent). In Dänemark und Luxemburg gaben 45 Prozent dieser Altersgruppe an, über sehr gute Computer-Grundkenntnisse zu verfügen, im Gegensatz zu 10 Prozent in Griechenland und 11 Prozent in Lettland und Polen. Bei den 16- bis 24-Jährigen waren in der EU 10 Prozent nicht in der Lage, einen Computer auch nur für grundlegende Aufgaben zu nutzen, die meisten davon in Ungarn (34 Prozent), Griechenland (32 Prozent) und Italien (28 Prozent).
Auf der anderen Seite hatten 40 Prozent dieser Altersgruppe in der EU sehr gute IT-Kenntnisse - mit den höchsten Anteilen in Slowenien (67 Prozent), Luxemburg (64 Prozent) und Dänemark (59 Prozent). Generell mangelt es Erwerbslosen eher an Computerkenntnissen als der Gesamtbevölkerung, ausgenommen Griechenland, wo 56 Prozent der Erwerbslosen über keine Computerkenntnisse verfügten, verglichen mit 65 Prozent der Gesamtbevölkerung, Zypern (42 Prozent verglichen mit 54 Prozent), Deutschland (16 Prozent verglichen mit 21 Prozent) und Schweden (10 Prozent verglichen mit 11 Prozent).
In allen Mitgliedstaaten spielte der Bildungsstand eine wesentliche Rolle bei der Verbesserung des PC-Wissens, wobei mit zunehmendem Bildungsniveau auch die Technik-Kompetenz stieg. Im Durchschnitt hatten nur 11 Prozent der Höhergebildeten keine Computerkenntnisse, wobei die Werte zwischen 2 Prozent in Schweden und 24 Prozent in Estland lagen, während 41 Prozent sehr gute Kenntnisse angaben. Bei den Studenten in der EU gab es nur einen kleinen Prozentsatz mit keinen oder geringen Computerkenntnissen (4 Prozent bzw. 11 Prozent). In dieser Gruppe hatten 41 Prozent mittlere Kenntnisse, während 43 Prozent über sehr gute Kenntnisse verfügten.
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Bildung auf Gutschein: 750 Euro für die berufliche Qualifizierung
10.000 Bildungsschecks in knapp vier Monaten – so lautet die Zwischenbilanz der nordrhein-westfälischen Weiterbildungsinitiative "Bildungsscheck NRW".
Bis Mai nutzten rund 10.000 Unternehmen oder Privatpersonen das Angebot des Landes, Kosten für Weiterbildungsmaßnahmen anteilig zu übernehmen. "Allein 7000 Schecks wurden an Unternehmen ausgehändigt. Die Betriebe haben sich unseren Aufruf, mehr in berufliche Weiterbildung zu investieren, erkennbar zu Herzen genommen", resümiert Arbeitsminister Karl-Josef Laumann in Düsseldorf. Das im Januar 2006 unter dem Motto "Machen Sie, dass Sie weiterkommen – mit dem Bildungsscheck" gestartete Angebot der nordrheinwestfälischen Landesregierung richtet sich an kleine und mittlere Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten, die Nachholbedarf bei der beruflichen Weiterbildung haben. Machen Arbeitnehmer davon Gebrauch, übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen die Hälfte der Kursgebühren – maximal 750 Euro pro Bildungsscheck. Bis Ende 2007 stellt das Land Nordrhein-Westfalen rund 20 Millionen Euro für die landesweite Verbreitung der Bildungsschecks zur Verfügung, etwa 25.000 Beschäftigte können finanziell unterstützt werden. Es handelt sich um Mittel des Europäischen Sozialfonds, mit denen die Beschäftigung in den Mitgliedsstaaten der EU gefördert wird.
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